Krypto-Assets im Zivilrecht
OeNB-Projekt 18780
Das OeNB-Projekt im Überblick
Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Tezos oder Ether und Non Fungible Tokens sind beliebte Vermögenswerte und als solche nicht mehr wegzudenken. Damit stellt sich naturgemäß die Frage, wie diese im Sachen-, Schuld- und Erbrecht sowie im Exekutions- und Insolvenzrecht einzuordnen sind.
Zu diesem Zweck wurde von Mai 2023 bis Dezember 2024 unter der Leitung von Gabriel Kogler am Institut für Zivilrecht der Universität Wien das Forschungsprojekt "Krypto-Assets im Zivilrecht" durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem gleichnamigen Buch im Manz-Verlag veröffentlicht. Insbesondere wurden Sacheigenschaft sowie Innehabung, Besitz und Eigentum von Token und referenzierten Objekten umfassend analysiert sowie der Eigentumserwerb und die Begründung von Sicherungsrechten (Pfandrecht, Sicherungseigentum und Eigentumsvorbehalt) aufgearbeitet. Darauf aufbauend wurden sowohl die Exekution auf Krypto-Assets zur Befriedigung einer Geldforderung als auch die exekutive Durchsetzung von Forderungen, die auf Krypto-Assets gerichtet sind, untersucht und dabei regelmäßig neue oder andere Lösungen entwickelt. Im Rahmen des Insolvenzrechts lag der Fokus auf der Massezugehörigkeit sowie dem Zugriff und die Einbeziehung von Krypto-Assets. Außerdem wird auf die Exszindierung, Absonderung und Aussonderung eingegangen.
Das Projekt wurde vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Projektnummer: 18780) gefördert. Dadurch konnten die Publikation und die Anstellung von Mitarbeiter*innen finanziert werden. Ohne diese Unterstützung wäre die Durchführung dieses Forschungsprojekts nicht möglich gewesen.
Forschungsergebnisse
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Buch "Krypto-Assets im Zivilrecht"
September 2026 ist im Manz-Verlag das Buch "Krypto-Assets im Zivilrecht — Dogmatische Grundlagen samt Exekutions- und Insolvenzrecht" erschienen.
Das Buch wurde von Gabriel Kogler und Stefan Holzweber herausgegeben und enthält Beiträge von Stefan Holzweber, Gabriel Kogler, Lisa Naderer und Mariana Ristić. Auf 162 + XXVIII Seiten finden sich sämtliche Untersuchungen und Forschungsergebnisse, die im Rahmen des Drittmittelprojekts durchgeführt und gewonnen wurden.
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Abschlussveranstaltung "Krypto-Assets im Zivilrecht"
Am 21. November 2024 fand im Juridicum der Universität Wien die öffentliche Abschlussveranstaltung des Projekts statt.
Gabriel Kogler und Stefan Holzweber präsentierten die wichtigsten Forschungsergebnisse. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis statt (Florian Dafinger, Martin Hanzl, Martin Miernicki, Tamara Rubey-Krauß, Sebastian Schwamberger).
Jakob Lindner -
Seminar "Sfide giuridiche dell' ambiente digitale"
Die Universität Verona lud am 20. März 2024 zum Seminar "Sfide giuridiche dell' ambiente digitale", das einen länderübergreifenden Rahmen zum Austausch über rechtliche Herausforderungen im digitalen Umfeld schafft.
Gabriel Kogler präsentierte einen Teil des Forschungsprojekts und trug zur Vererbung von NFTs und Kryptowährungen vor.
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Tagung "Rechtsdurchsetzung im digitalen Raum"
Am 24. November 2023 fand die Tagung "Rechtsdurchsetzung im digitalen Raum" im LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität Linz statt.
In diesem Rahmen hielt Stefan Holzweber einen Vortrag zum Thema "Die unkörperliche Sache – Wiederkehr einer fast vergessenen Rechtsfigur?" und setzte sich mit der Frage auseinander, inwieweit digitale Objekte vom weiten Sachbegriff des ABGB umfasst sind.
Hertha Hurnaus
Team des Forschungsprojektes (Mai 2023 – Dezember 2024)
Gabriel Kogler
Projektleiter
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Lisa Naderer
Projektmitarbeiterin
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